230.000 Euro für die Sanierung der Martinskirche

Der Stiftungsrat hat außerdem 35.000 Euro für weitere Denkmalsanierungen und ein Sozialprojekt in Bamberg bewilligt.
Die Finanzierung der Sanierung der Bamberger Martinskirche ist einen wichtigen Schritt weiter. Wie Staatsministerin Melanie Huml (CSU) mitteilt, beteiligt sich die Bayerische Landesstiftung mit 230.000 Euro.
„Die barocke Pfarrkirche St. Martin im Herzen Bambergs gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern in unserer Welterbestadt, deshalb freue ich mich sehr, dass meine Bemühungen um finanzielle Unterstützung erfolgreich waren“, so Huml.
Rund fünf Millionen Euro soll die Sanierung insgesamt kosten, die Schäden sind enorm. Sorgen bereitet insbesondere die Kuppel. Sie gilt als ein Meisterwerk der barocken Baukunst, weil sie bei einer Spannweite von bis zu 17 Metern ein nur 16 Zentimeter dünnes Gewölbe hat. Wegen Rissen in der Kuppel bestehen Bedenken hinsichtlich der Stabilität und so musste die Jesuiten- und Universitätskirche einige Wochen lang komplett geschlossen werden.
„Ich bin froh, dass zügig eine Lösung gefunden wurde, die zumindest eine teilweise Nutzung ermöglicht“, so Huml. „Eine komplette Schließung über mehrere Jahre hinweg, wäre insbesondere für die Pfarrgemeindemitglieder, aber auch für den Tourismus ein herber Verlust gewesen. Unsere Martinskirche ist ein herausragendes kultur- und kunsthistorisches Bauwerk in zentraler Innenstadtlage mit nationaler Bedeutung“, erklärt Huml. Derzeit ist ein Seitenaltar für Gläubige und Besucher geöffnet und auch während der gesamten Bauzeit sollen Gottesdienste abgehalten werden – je nach Bauphase in unterschiedlichen Teilen der Kirche. Einen Teil der Kosten muss die Pfarrgemeinde St. Martin selbst aufbringen und hat bereits einige Spendenaktionen gestartet.