Aktuelles von der Kirchensanierung St. Martin

Der Baufortschritt macht wieder eine vorübergehende Kirchenschließung nötig
Die Sanierungsmaßnahmen zur Sicherung der Martinskirche kommen mit großen Schritten voran. „Wir liegen sehr gut in der Zeit“, freut sich Pfarrer Heinz über den Fortschritt der Innensanierung. Für die Kirchenbesucher sind die meisten Arbeiten kaum zu sehen, finden sie doch vor allem im Dach und hinter der großen Plane statt, die den Kirchenraum trennt. Dort hat sich in den letzten Monaten viel getan.
Im Chor konnten die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen werden: In den beiden seitlichen Chorkapellen, die den heiligen Jesuiten Ignatius von Loyola und Franz Xaver geweiht sind, wurden der kunstvoll gearbeitete, farbige Stuck und die Gemälde gereinigt und restauriert, so dass sie nun wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen. Vom Innenraum aus nicht sichtbar, aber entscheidend für die Sicherung des Kirchengebäudes, ist die Ausbesserung des Mauerwerks und der Holzbalken über den Chorkapellen. Hier mussten die Handwerker ganze Arbeit leisten und ihr Können unter Beweis stellen, denn das Schadensbild war zum Teil erschreckend, wie Martin Schröder zu berichten weiß: „Deswegen sind wir sehr froh um die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen und Institutionen und um die Erfahrung, die sie mitbringen. Bei ihnen ist unsere Martinskirche in guten Händen.“ Dies gilt auch für die notwendigen Elektroarbeiten, etwa für die geplante neue Mikrofonanlage und die neue Bankheizung: „Die jetzige stammt aus den 1970er Jahren und ist der reinste Stromfresser. Eine moderne, energiesparende Heizung ist dringend nötig“, macht das Mitglied der Kirchenverwaltung deutlich. Warm wird es in der Martinskirche dennoch im Winter nie werden - aber, wie ein älteres Gemeindemitglied mit einem Augenzwinkern einwandte: „In der Kirche ist noch keiner erfroren!“ Wesentlich einfacher gestalteten sich hingegen die Arbeiten am Hochaltar: Dieser musste lediglich gereinigt werden, vor allem an den Stellen, an denen zahlreiche Kerzen ihre Wachsflecken hinterlassen haben, und brauchte weder nachvergoldet werden noch war es nötig, das Hochaltargemälde zu restaurieren.
Auch im Außenbereich schreitet die Sanierung sichtbar voran: Das Dach am Chorumgang im Innenhof von St. Martin ist neu gedeckt, wobei nur ein Teil der vorhandenen Schieferziegel wiederverwendet werden konnte. Nun hat aktuell die Kartierung an der Außenmauer in der Jesuitenstraße begonnen, um die zahlreichen, zum Teil deutlich sichtbaren Schäden genau zu dokumentieren und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen darauf abzustimmen.
Da die Arbeiten im Chorraum nun beendet sind, kann dort nun das Gerüst entfernt werden. Doch auch in den kommenden Monaten wird die Kirche durch das gewaltige Innengerüst, das für die Arbeiten im Bereich der Kuppel und des Chors aufgestellt wurde, in zwei Hälften getrennt bleiben. Ein Teil davon wandert in Richtung des Kirchenschiffs, wo die Sanierung weitergeht. Das Gerüst unter der (Schein-) Kuppel, einem der größten „Sorgenkinder“ der Bauherren, bleibt hingegen an Ort und Stelle. Der Rückbau des Chorgerüsts wie auch der Aufbau im Hauptschiff müssen mit größter Vorsicht geschehen, hier darf nun absolut nichts mehr passieren. Und dafür benötigen die Gerüstbauer Platz und Zeit.
Daher muss auch die Kirche während dieses Umbaus wieder geschlossen werden. Nach Ostern finden daher für etwa drei bis vier Wochen die Messen in der Institutskirche der Congregatio Jesu am Holzmarkt statt. Der genaue Zeitpunkt steht bislang noch nicht fest, es ist aber geplant, dass der Zugang zur Mutter-gottes und den Kerzen auch in diesen Wochen möglich sein wird. In den Gottesdiensten sowie über das „Aktuell“ und die Homepage der Pfarrei werden die
Informationen rechtzeitig bekannt gegeben. Von der vorübergehenden Schließung gänzlich unberührt bleibt das Pfarrfest am 17. Mai. Der Festgottesdienst findet wie im vergangenen Jahr in einem Zelt im Innenhof von St. Martin statt und wird auch diesmal musikalisch mitgestaltet vom Bläserensemble Trumpet Voluntary.
„Gott sei Dank gewähren uns die Schwestern wieder ihre Gastfreundschaft in der Institutskirche, dafür sind wir ihnen sehr dankbar“, betont Pfarrer Heinz, wenn er es natürlich auch bedauert, dass die kurzzeitige Kirchenschließung nötig ist.
Pfarrer Heinz bittet die Gläubigen, gerade auch in der Zeit der Schließung die Gottesdienste der Pfarrei in der Kirche der Englischen Fräulein oder in St. Josef mitzufeiern: „Wir brauchen Ihr Gebet für den guten Fortgang der Sanierung. Umso schwieriger es für uns alle jetzt auch ist - die Mühen sind diese wunderbare Kirche allemal wert!“

