Aloisius wurde 1568 als ältester Sohn des Markgrafen Ferdinand von Gonzaga in Castiglione bei Mantua (Italien) geboren. Mit siebzehn Jahren trat er 1585 – gegen den anfänglichen Widerstand des Vaters – in die Gesellschaft Jesu (in Rom) ein. So oft es ihm möglich war, ging er in die Spitäler, um den Kranken zu dienen. Im Orden selbst besuchte er die kranken Mitbrüder, tröstete sie und half ihnen bei ihren Verrichtungen. Während einer schweren Pestepidemie in Rom kümmerte sich Aloisius um die Erkrankten. Bei der Pflege der Seuchenkranken infizierte er sich schließlich selbst und starb 23jährig am 21. Juni 1591.
1605 wurde Aloisius selig-, 1726 heiliggesprochen. 1729 erklärte man Aloisius zum Patron der Jugend, vor allem der Studierenden. Seine Reliquien werden in einer großen Urne unter dem Altar der Barockkirche S. Ignazio in Rom aufbewahrt. Aloisius ist als Jesuit oft in Soutane und mit Rochett dargestellt. Als Attribute hat er oft Lilie und Kreuz bei sich. In der Kirche St. Martin steht er an der Stirnseite des ersten Wandpfeilers (rechts).