Die überlebensgroße Figur des ersten Jesuitenheiligen und Indienmissionars, des hl. Franz Xavers (Gedenktag: 3. Dez.), weist auf die Chorseitenkapelle (rechts), die sich mit einem Rundbogen zum Altarraum hin öffnet. Geboren wurde Franz Xaver 1506. Er kam 1525 zum Studium nach Paris, wo er sich 1533 dem hl. Ignatius von Loyola anschloss. Vor allem half er in der Anfangszeit bei der Abfassung der ersten Ordenssatzung mit. 1541 fuhr er als päpstlicher Legat nach Goa in Indien und bekehrte dort und in ganz Indien unzählige Menschen zum christlichen Glauben. Ab 1549 wirkte er zusammen mit seinen Mitbrüdern in Japan und gründete auch dort eine Christengemeinde. 1552 starb er einsam und verlassen vor der Küste Südchinas, als er versuchte, das Evangelium auch nach China zu bringen. Man kann sagen, dass Franz Xaver der eigentliche Begründer der Jesuitenmission war: Er erforschte das Missionsfeld planmäßig, baute in Großstädten Christengemeinden als Kernzellen des Evangeliums auf und bildete Missionare aus, die die Landessprache lernten und die Bräuche studierten.
Franz Xaver
