Zwei Bilder vom Heiligen Martin (Festtag am 11. Nov.) sind in der Pfarrkirche zu sehen: Das Martinsrelief am hinteren Eingang, eine vergoldete Kupfertafel mit Silberrelief . Dieses Relief stammt aus Alt-St. Martin und ist ein Werk des Bamberger Goldschmieds Philipp Jakob Rost von 1734. Der Mittelteil des Hochaltars zeigt eine Darstellung des Todes des hl. Martin. Es handelt sich um ein Gemälde von Sebastian Reinhard um 1712, das bereits in Alt-St. Martin als Hochaltarbild diente.
Martin wurde um 316 in Ungarn geboren. Er war Sohn eines römischen Tribunen aus Pavia. Mit 15 Jahren trat er in die Armee ein und diente in Gallien in der Garde. Hier, er war noch gar kein Christ, begegnete ihm ein Bettler, dem er am Stadtor von Amiens seinen Mantel teilte. Im Traum erschien ihm Christus mit der Mantelhälfte. Als er 18 Jahre alt war, wurde er getauft und Christ. Um 361 gründete Martin eine Zelle in Liguge, das als erstes Kloster Galliens gilt. 371 wurde Martin vom Volk zum Bischof von Tours ausgerufen. In der Nähe dieser Stadt gründete Martin später das Kloster Marmoutier und widmete sich der Missionierung der heidnischen Gebiete Galliens. Er starb am 8. November 397.
Martin ist der erste Nicht-Martyrer, der in der römischen Liturgie als Heiliger verehrt wird und vor allem in Franken sehr beliebt. Er ist aber auch Patron der Diözesen Mainz (Martinsdom), Rottenburg-Stuttgart und Hildesheim.
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