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Ignatius von Loyola

Ignatius von Loyola

Die überlebensgroße Figur des Ordensgründers der Jesuiten (SJ=Societas Jesu/Gesellschaft Jesu; gegr. 1534), des hl. Ignatius von Loyola (Gedenktag: 31. Juli), weist auf die Chorseitenkapelle (links), die sich mit einem Rundbogen zum Altarraum hin öffnet. Geboren wurde Ignatius 1491 auf Schloß Loyola im spanischen Baskenland als jüngster Sohn einer adeligen Familie. Er verbrachte seine Jugend unter Höflingen und Soldaten: Die Karriere am Hof begann. In einer Schlacht wurde Ignatius am Knie verletzt. Ans Krankenlager gefesselt „begann sein geradlinig geplanter Weg nach oben zu einem geistlichen Umkehrweg und zu einer Karriere nach unten zu werden. Sie führten ihn in alle Tiefen bis zur Versuchung zum Selbstmord, aber auch in alle Höhen gläubig-mystischer Verbundenheit mit Gott.“ Schließlich entschloss er sich, die größere Ehre Gottes und das Heil der Seele zu suchen anstelle des Ruhmes der Welt. So hatte Ignatius den Wunsch, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen.

In Paris nahm er sein Theologiestudium auf. Dort sammelte er einen Kreis von Gefährten und legte mit ihnen im Jahre 1534 Gelübde ab. Sechs Jahre später wurde ihre Gemeinschaft, die den Namen „Gesellschaft Jesu“ trug, vom Papst bestätigt. 1551 gründete er das Collegio Romano, eine Bildungsstätte für junge Römer, und das Collegium Germanicum et Hungaricum für deutsche und ungarische Priesteranwärter, gleichzeitig aber auch Sozialeinrichtungen für Waisen, Obdachlose und gefallene Mädchen. Am 31. Juli 1556 starb Ignatius in Rom. Er wurde in Il Gesu/Rom beigesetzt und zusammen mit seinem Freund und Mitbruder, dem großen Missionar Franz Xaverius, 1622 heiliggesprochen.

 

Ignatius hat vor allem durch die Geistlichen Übungen in seinem Exerzitienbuch die Spiritualität der Ordensgemeinschaft geprägt. Buchempfehlung zur ignatianischen Spiritualität: Lambert, Willi, Aus Liebe zur Wirklichkeit. Grundworte ignatianischer Spiritualität, Mainz 2000 (5. Auflage).