Die Figur des hl. Johannes Nepomuk ist links neben dem Kreuzaltar zu sehen. Es handelt sich eigentlich um eine frühere Prozessionsfigur aus Alt-St. Martin (1740), die in der neuen Pfarrkirche aufgestellt wurde. Johannes Nepomuk ist zu sehen mit Kreuz und Siegespalme in der Hand, umgeben von einem Sternkranz am Kopf.
Der hl. Johannes Nepomuk ist der sog. Brückenheilige, weil er auf vielen Brücken zu sehen ist. Er lebte im 14. Jahrhundert und war Priester in Prag. Die Königin hatte sich ihn zu ihrem Beichtvater und Berater erwählt. Die Überlieferung erzählt, dass eines Tages der König von Johannes Nepomuk wissen wollte, was die Königin ihm in der Beichte anvertraut hat. Der Priester wies auf das Beichtgeheimnis hin, das ihm jedes Wort über den Inhalt des Anvertrauten verbietet. Johannes Nepomuk schwieg. Schließlich ließ der König den gefolterten Johannes, an Händen und Füßen gefesselt, beim Anbruch der Nacht von der Moldaubrücke in den Fluss werfen. Die Legende erzählt, dass an dieser Stelle, an der er in den Fluss geworfen wurde, ein heller Lichtschein zu sehen war – wie leuchtende Sterne.
